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DIE RICHTIGE BEKLEIDUNG
BEIM SKIBERGSTEIGEN

Das Skibergsteigen (oder Ski-Mountaineering) ist eine intensive Aktivität. Wer im Winter in den Bergen unterwegs ist, muss alles mitnehmen, was er unterwegs braucht. Daher kommt es auf jedes Gramm an, und es gilt, unnötiges Gepäck – sprich: überflüssiges Gewicht – zu vermeiden. Wähle daher eine leichte, aber robuste Ausrüstung. Achte auf Qualität – denn diese wird sich auf jeden Fall auszahlen. Schließlich willst du auf keinen Fall in 3.000 Metern Höhe mit einer Reparatur beginnen müssen!

An einem typischen Tag in den Bergen können die Temperaturen stark schwanken: von Minusgraden während der Morgendämmerung, wenn der Atem in der Luft zu stehen scheint, bis hin zu warmen, sonnigen Nachmittagen auf offenen Gletschern – und auch Schneefall, starker Wind und sogar Graupel und Regen sind oft mit von der Partie.

Daher macht das richtige Bekleidungssystem einen gewaltigen Unterschied. Es sollte vielseitig und anpassungsfähig genug sein, um dich unter den kältesten Bedingungen warm zu halten, aber auch atmungsaktiv genug, wenn du während des Aufstiegs harte Arbeit leisten musst.

Der Schlüssel zur Wahl der richtigen Wanderbekleidung heißt: Layering. Mit dem bewährten „Zwiebelprinzip“ kannst du deinen Komfort regulieren, indem du je nach Aktivität und Wetterbedingungen Schichten hinzufügst oder ablegst.

Hier ist eine kurze erste Checkliste, was man beim Skibergsteigen tragen sollte:

  • Lange Unterwäsche
  • Baselayer-Oberteil
  • Midlayer oder Softshell
  • Skisocken
  • Wetterschutzlage
  • Zusätzliche Isolierung bei Bedarf
  • Alpinhose
  • Handschuhe und Wechselhandschuhe
  • Helm
  • Mütze und Schlauchschal oder Sturmhaube
  • Sonnenbrille/Schutzbrille
  • Vergiss zudem nicht, das Lawinenrettungs-Set in deinen Rucksack zu packen!

3. Welche Midlayer eignen sich für das Ski Mountaineering am besten?

Menschen schenken Shell und Baselayer oft viel Beachtung, aber ein warmer, atmungsaktiver Midlayer ist ebenso wichtig, denn er soll die vom Körper abgestrahlte Wärme halten.

Je effizienter dein Midlayer Wärme einfangen kann, desto wärmer wird dir sein. Und je atmungsaktiver er ist, desto seltener musst du Schichten aus- und wieder anziehen.

Die besten Optionen für Midlayer sind:

  • Fleece
  • Daunen
  • Synthetik
  • Wolle
  • Softshell

3.1. Fleece

Leichtes bis mittelschweres Fleece ist eine vielseitige Lösung für die Isolierung. Fleece hält dich warm, auch wenn es feucht wird, und trocknet zudem schnell. Darüber hinaus atmet es gut, sodass man nicht so schnell überhitzt. Die negative Seite von Fleece ist jedoch, dass der Wind oft direkt hindurchweht. Unter schlechten Bedingungen ist es also nur in Kombination mit einer Shell zu empfehlen – es sei denn, du entscheidest dich für eine Version mit einer winddichten Membran wie zum Beispiel Gore® Windstopper®. Es gibt auch einige anspruchsvollere Fleece-Materialien, so zum Beispiel Polartec® Alpha® Aktivisolierung.

3.2. Daunen

Daunen sind für Midlayer wie gemacht und bieten für ihr Gewicht mehr Wärme als jedes andere Isolationsmaterial. Die Daunenisolierung besteht nicht aus Federn, sondern aus dem weichen, flauschigen Untergefieder von Gänsen und Enten. Daunen sind ausgesprochen atmungsaktiv und können unerwünschte Feuchtigkeit schnell abtransportieren und verdunsten lassen. Und da Daunen immer in ein Shellmaterial eingearbeitet werden, bieten Daunenschichten auch einen gewissen Wasser- und Windschutz. Der Nachteil von Daunen ist, dass sie, wenn sie einmal feucht sind, ihre isolierenden Eigenschaften fast vollständig verlieren und nur langsam trocknen.

3.3. Synthetik

Eine synthetische Isolierung ahmt die Eigenschaften von Daunen nach, behält diese aber auch im nassen Zustand. Die ultrafeinen Polyesterfasern fangen die Wärme in Lufttaschen ein, um sie zu erhalten. Eine synthetische Isolierung hat ein geringeres Wärme/Gewicht-Verhältnis als Daunen – was bedeutet, dass sie schwerer sein muss, um denselben Wärmegrad zu erreichen. Der große Vorteil der synthetischen Isolierung ist, dass sie feuchtigkeitsbeständig ist; wenn sie nass wird, trocknet sie außerdem schnell – vor allem bei Sonne oder Wind. Dies macht sie zu einer beliebten Option bei feuchteren Bedingungen. Natürlich gibt es spezifische Versionen für Herren und Damen. .

3.4. Wolle

Wolle und Wollmischungen sind eine weitere gute Midlayer-Option. Merinowolle und Wolle von Alpinschafen haben außerordentlich gute thermische Eigenschaften und bieten eine hervorragende Temperaturregulierung. Wollfasern haben eine natürlich gekräuselte, wellige Struktur; ihre Zwischenräume schließen Luft ein und halten dich warm. Wolle ist zudem pflegeleichter als Daunen und wirkt geruchshemmend – so kommst du mit weniger Kleidungsstücken aus, was besonders bei mehrtägigen Bergtouren von Nutzen ist. Einige Hersteller kombinieren die natürlichen Eigenschaften der Wolle zudem mit synthetischen Garnen, um die Vorteile beider Materialien zu vereinen.

3.5. Softshell

Selbst wenn Sturmbedingungen herrschen, kann es an manchen Tagen besser sein, nur eine Softshell direkt über der Basisschicht zu tragen. Denn manchmal kommt es vor allem auf Atmungsaktivität und weniger auf Wasserdichtigkeit an. Das Tolle an Softshells für Herren und Damen ist, dass man mit einer einzigen Schicht auskommt, die man fast den gesamten Tag über trägt – was Gewicht und Volumen reduziert. Das Wichtigste aber ist der erhöhte Komfort, denn das Mikroklima lässt sich so besser kontrollieren: Es ist einfacher, eine einzelne Schicht anzupassen, um warm oder kühl zu bleiben, als mehrere Schichten.

3.6. Unser Tipp: Packe eine Weste ein

Bodywarmer oder wattierte Westen sind eine ausgezeichnete, leichte und komprimierbare Schicht, die problemlos in deinem Rucksack verschwindet. Sie sind sehr wirkungsvoll, um an kalten Tagen den Körper warm zu halten und den Armen gleichzeitig ihren vollen Bewegungsspielraum zu geben. An wärmeren Tagen kann eine gute Herren- oder Damenweste in Kombination mit einer wirksamen Außenschicht sogar bedeuten, dass man auf eine Isolierjacke ganz verzichten kann.

1. So layerst du richtig

Im Gegensatz zu unseren frühesten Vorfahren hat der moderne Mensch kein Fell. Wir haben unsere Behaarung im Laufe der Evolution verloren, damit wir beim Laufen über lange Strecken schwitzen und Wärme abführen können. Wenn wir im Winter ins Freie gehen, bietet sich daher das Layering als intelligente Lösung zur Temperaturregulierung an.

Um zu verstehen, wie du deine Kleidung für Ski-Mountaineering-Aktivitäten am besten layerst, musst du die Funktion der einzelnen Schichten kennen und wissen, wie sie zusammenwirken:

  • Baselayer: Transportiert den Schweiß von der Haut weg, um sie so trocken wie möglich zu halten.
  • Midlayer (Isolierung): Hält so viel Körperwärme wie möglich zurück, damit dir warm bleibt.
  • Outer layer (Shell): Schützt dich vor Wind, Regen und Schnee.


2. Direkt auf der Haut: Was sind die besten funktionellen Baselayer für das Skibergsteigen?

Als direkt auf der Haut aufliegende Schicht ist es die Aufgabe der Baselayer, Schweiß durch den Kapillareffekt von der Haut wegzuleiten. Die Feuchtigkeit wird vom Körper weg absorbiert und dann schnell durch das Gewebe und die übrigen Schichten nach außen abtransportiert. Unter kühlen Bedingungen sind Basisschichten mit Kapillareffekt wie lange Unterwäsche erforderlich, um deine Haut trocken zu halten. Das ist wichtig, weil du so sicherstellst, dass dir nicht kalt wird – oder du gar unterkühlst. Wähle ein funktionelles Material wie Wolle (keine Baumwolle), Synthetik oder Seide.

2.1 Wolle oder Synthetik?

Wollfasern nehmen bis zu 35 % ihres Eigengewichts an Wasser auf, während synthetische Fasern (in der Regel Polyester) nur bis zu 15 % aufnehmen können. Deshalb fühlt sich Wolle auch dann noch trocken an, wenn man schwitzt. Obwohl synthetische Fasern weniger Schweiß absorbieren, sind sie in der Lage, Feuchtigkeit schneller vom Körper wegzuleiten. Übrigens ist es kein Mythos, dass Wolle gegen geruchsverursachende Bakterien (auf natürliche Weise) hochresistent ist. Darüber hinaus gibt es einige interessante Hybridlösungen.

2.2. Leichte oder mittelschwere Baselayer?

Das hängt von den Temperaturen ab sowie davon, wie schnell du frierst. Für Touren und anspruchsvolle Aktivitäten reicht die leichteste Option in der Regel aus – es sei denn, es ist extrem kalt. Wenn du voraussichtlich irgendwo in der Kälte an einem Sicherungsseil hängen wirst, dann entscheide dich hingegen besser für die wärmere Variante. Vergiss nicht, dass Feuchtigkeitsmanagement immer auch ein gewisses Maß an Wärmeaustausch oder Thermoregulierung mit sich bringt. Je dünner also ein Gewebe ist, desto mehr kleine Lücken hat es und desto mehr Feuchtigkeit kann entweichen sowie kühle Luft eindringen. Hingegen schließen dickere Basisschichten die durch den Körper erwärmte Luft in der Nähe der Haut ein und sorgen dadurch für eine bessere Isolierung.

Denke jedoch daran, dass dein gesamtes Zwiebelschalensystem in sich stimmig sein muss, damit deine Baselayer richtig funktionieren. Andernfalls wird die von der Haut abtransportierte Feuchtigkeit einfach an anderer Stelle eingeschlossen.

2.3. Baselayer für die Beine

Du benötigst winterliche Baselayer-Leggings, die die Feuchtigkeit abtransportieren, gut sitzen, dehnbar sind und sich den ganzen Tag lang bequem anfühlen. Deine langen Unterhosen müssen sich mit dir bewegen und unter deiner Alpinhose ihre Arbeit leisten. Sie müssen für Belüftung sorgen, wenn du höchste Anstrengungen wie zum Beispiel bei einem Aufstieg mit Fellen meistern musst. Denke zudem daran, dass auch deine Unterwäsche von guter Qualität sein und die Feuchtigkeit ableiten sollte. Eine dreiviertellange Baselayer-Unterziehhose ist eine Überlegung wert, denn so vermeidest du eine Überlappung deiner Skisocken an den Waden, was bei schnellen Bewegungen unangenehm scheuern kann.

2.4. Welche Baselayer-Oberteile eignen sich am besten?

Denke daran, dass die Hauptfunktion der direkt auf deiner Haut aufliegenden Schicht das Feuchtigkeitsmanagement ist. Die Körperwärme zu halten, ist hingegen die Aufgabe der isolierenden Mittelschicht – nicht der Basisschicht. Um den Schweiß effizient ableiten zu können, muss der Baselayer tatsächlich auf der Haut liegen. Achte deswegen auf einen bequemen, passgenauen Sitz.

2.5. Baselayer – welche Art Socken?

Socken sind oft das Letzte, an das man bei der Vorbereitung auf das Skibergsteigen denkt. Doch nichts ist ärgerlicher, als mit kalten Füßen Ski fahren oder klettern zu müssen! Natürlich ist auch die Passform der Stiefel entscheidend, jedoch empfehlen viele Experten, neue Stiefel zusammen mit den Socken zu wählen, die du darin tragen willst.

Wir empfehlen die Verwendung hochwertiger Skisocken für Damen oder Herren mit einem hohen Wollanteil. Sie müssen nicht sehr dick sein (bei Skischuhen sorgt der Thermo-Innenschuh für die Isolierung). Achte darauf, dass deine Socken eng anliegen, aber nicht einengen, d. h. Spielraum für die Zehen bleibt. Wenn sie zu eng sind, kann dies die Durchblutung einschränken. Die meisten Skisocken reichen bis zum Knie, um die Schienbeine zu schützen.

Früher waren Innensocken beliebt, die die Feuchtigkeit ableiten und die Füße trocken halten. Heutzutage sind die meisten Bergsocken jedoch so leistungsfähig, dass sie keine Innensocken erfordern. Beim Vergleich von Socken bestehen die Hauptunterschiede in der Materialzusammensetzung und dem Polsterungsgrad.

4. Die richtige Wanderbekleidung (Outer Layer) beim Ski Mountaineering

Deine äußere Schicht (oder Shell) schützt dich vor Wind, Regen und Schnee. Die Wasserdichtigkeit des Gewebes wird mit einem Wassersäulen- oder hydrostatischen Drucktest gemessen; das Ergebnis wird meist in Millimetern (mm) angegeben. Je höher der Wassersäulenwert, desto größer ist der Wasserdruck, dem ein Material standhalten kann, und desto größer ist der Grad der Wasserdichtigkeit.

Wenn du startest, sollte dir in deiner Wanderbekleidung fast ein wenig kalt sein, denn mit der Bewegung wird dir wärmer. Glücklicherweise sind heutzutage die meisten Shells für Damen und Herren bis zu einem gewissen Grad atmungsaktiv und lassen den Schweiß entweichen, damit man nicht von innen nach außen durchnässt wird. Die Atmungsaktivität wird durch Testen der Wasserdampfdurchlässigkeit (MVTR) gemessen und in g/m²/24h angegeben. Dieser Wert zeigt, wie viel Wasserdampf in einem 24-Stunden-Zeitraum einen Quadratmeter Stoff passiert (g/m²/24). Je größer der MVTR-Wert, desto größer die Wasserdampfdurchlässigkeit und desto besser die Atmungsaktivität.

4.1. Benötigst du eine vollständig wasserdichte Hardshell oder reicht eine wasserabweisende Außenschicht aus?

Deine Shell ist nur so effektiv wie die Schichten, die du darunter trägst. Je besser deine Baselayer ist, desto weniger muss deine Hardshell leisten. Atmungsaktive und leichte Schichten sind manchmal die bessere Wahl und können bei langen Aufstiegen im Hinterland einen großen Unterschied machen.

Achte auf die Bedingungen; an manchen Tagen brauchst du vielleicht gar keine Hardshell – vor allem, wenn du dich schnell bewegst und es nur neblig ist oder nieselt. Eine einfache Shell mit einer dauerhaft wasserabweisenden Beschichtung (DWR) reicht hierbei vielleicht schon aus. Wenn jedoch richtig schlechtes Wetter vorhergesagt wird, dann packe zur effizienten Sturmabwehr am besten eine Hardshell ein, die du einfach über alles drüberziehen kannst – denn wenn Wind und Wasser in deine inneren Schichten eindringen, kann dir ernsthaft kalt werden.

4.2. Ziehe eine Softshell in Betracht

Eine Softshell ist eine Alleskönner-Schicht für Aktive, die genügend Isolierung bietet, um in der Kälte warm zu bleiben, aber gleichzeitig atmungsaktiv genug ist, wenn wärmere Bedingungen oder große Anstrengungen bevorstehen. Sie sollte einen hohen Grad an Wasser- und Winddichtigkeit bieten, um Schnee und Regenschauer abzuhalten und dein Mikroklima auch bei schlechtem Wetter zu bewahren.

Moderne Softshells für Herren und Damen bieten für ihr Gewicht mehr Leistung als einfaches Fleece und eine winddichte Schicht. Entscheide dich für ein Modell mit Kapuze, da dies deine Abhängigkeit von einer wasserdichten Schicht verringert und deinen Wetterschutz erhöht, ohne viel Gewicht hinzuzufügen.

4.3. Isolierte Outer Layer für extrem kalte Bedingungen

Es wird immer Tage geben, an denen das Wetter so kalt ist, dass ein Midlayer allein nicht ausreicht. Dann ist es an der Zeit, in deine Isolationsjacke zu schlüpfen. Es sind auch Damenmodelle verfügbar, die eine hervorragende Passform bieten. Die Bedingungen und dein Aktivitätsniveau sind für die Art der Isolierung und den von dir gewünschten Wärmegrad ausschlaggebend.

Für sehr anstrengende Aktivitäten ist eine sehr warme Jacke hingegen definitiv tabu. Vielmehr dient sie als Notfallschicht zum Überziehen, wenn du dich zum Beispiel auf einem verschneiten Felsvorsprung sichern (oder sogar biwakieren) musst oder an wirklich kalten Tagen zusätzlichen Schutz vor den Temperaturen brauchst. Hierfür empfiehlt sich eine leichte Daunenjacke oder eine Jacke mit Kunstfaserfüllung, die unter stürmischen Bedingungen wirksamer sein kann. Lasse dich nicht dazu verleiten, „nur für alle Fälle“ eine schwere, warme Jacke nach oben zu schleppen – denn du weißt ganz genau, dass du das zusätzliche Gewicht, das du die meiste Zeit in deinem Rucksack trägst, bitter bereuen wirst.

Pflege deine Outer Layer

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Wetterschutzausrüstung dich im Stich lässt, brauchst du nicht gleich loszugehen, um dir eine neue Jacke zu kaufen. Versuche zunächst, deine Ausrüstung mit einem technischen Reiniger zu behandeln und die DWR-Beschichtung (DWR = Durable Water Repellent) aufzufrischen, um ihre Lebensdauer zu verlängern.

4.4. Das richtige Beinkleid beim Ski Mountaineering

Deine Beine benötigen weniger Isolierung. Sie bestehen hauptsächlich aus Muskeln und Knochen, und es ist erstaunlich, welche Temperaturen man mit einer dünnen Alpinhose (mit oder manchmal auch ohne Baselayer) aushält. Deine Alpinhose muss leicht, wasserabweisend (DWR-Beschichtung), winddicht, atmungsaktiv, schnell trocknend sowie robust und flexibel genug sein, um das Skifahren und Klettern zu ermöglichen. Im Idealfall sollte sie außerdem eine ausreichende Belüftung bieten und eine engere, konturierte Passform aufweisen.

Softshell-Materialien sind ideal für Alpinhosen. Backcountry-spezifische Modelle sind zwar weniger wetterbeständig, bieten aber eine höhere Atmungsaktivität für den Aufstieg mit Fellen, weniger Gewicht und einen größeren Bewegungsspielraum. Damenmodelle sind meist etwas wärmer als Herrenmodelle. Alpinhosen sind recht strapazierfähig und können ein Leben lang halten – vor allem, wenn sie mit verstärkten Beininnenseiten zum Schutz vor Skikanten und Steigeisen ausgestattet sind.

Weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind: Soll die Taille mit Klettverschluss verstellbar sein? Bevorzugst du Hosenträger oder einen integrierten Gürtel? Achte zudem darauf, dass deine Hose noch gut über deine Skistiefel passt.

Verwende Gamaschen

Bergsteiger-Gamaschen bieten hochbelastbaren Schutz beim Eisklettern und Skitourengehen und sorgen bei längeren Ausflügen im Tiefschnee und unter rauen Bedingungen für zusätzliche Isolierung. Entscheide dich für ein strapazierfähiges, wasserdichtes und atmungsaktives Material und eine körpernahe Passform. Bei voluminösen Schuhen, wie Bergschuhen oder Skistiefeln, musst du eventuell eine größere Größe wählen. Ein Frontverschluss ist praktisch, da du so deine Schnürsenkel/Schnallen anpassen kannst, ohne sie abnehmen zu müssen.

5. Weitere Tipps für das Ski Mountaineering

5.1. Mützen

Packe eine Mütze oder ein Stirnband und einen Schlauchschal ein. Wenn du mit stürmischem Wetter rechnest, kann eine Sturmhaube die bessere Wahl sein, da sie gleichzeitig als Mütze und als Schlauchschal fungiert und dein gesamtes Gesicht schützt. Dabei gibt es viele verschiedene Modelle an Mützen für Herren und Damen.

5.2. Helme

Investiere in einen guten Helm. Alternativ kannst du dir einen Helm ausleihen. Hellere Farben sind für den alpinen Gebrauch besser geeignet; dunkle, wärmeabsorbierende Farben solltest du hingegen meiden. Trage den Helm, bis du komplett außer Gefahr bist. Mit Schaumstoff gepolsterte Schalenhelme eignen sich hervorragend für den alpinen Einsatz, da sie leichter als starre Helme sind. Starre Helme bieten mehr Schutz, sind aber etwas schwerer. Hier liegt die Entscheidung bei dir. Doch egal, wofür du dich entscheidest, achte darauf, dass dein Helm mit einer Stirnlampe versehen werden kann. Sorge für einen guten Sitz: Setze den Helm fest auf deinen Kopf; bevor du den Kinnriemen schließt, schüttle deinen Kopf kurz hin und her und neige ihn nach hinten – anschließend kannst du den Kinnriemen einstellen und schließen.

5.3. Hol dir ein paar gute Handschuhe

Für Handschuhe gilt auf jeden Fall das Motto: Kaufe das Beste, was du dir leisten kannst. Softshell-Handschuhe mit Lederhandfläche für Damen oder Herren sind heute der Maßstab für Alpinhandschuhe. Einfache Lederhandschuhe funktionieren ebenfalls und können durchaus eine gute Option sein. Eventuell empfiehlt sich zusätzlich ein kostengünstiger Innenhandschuh. Vergiss nicht, Wechselhandschuhe und dünne, leistungsfähige Fleece-Handschuhe mitzunehmen, die auch dann warm bleiben, wenn sie nass sind – für unterwegs, den Rückweg ins Camp usw. Vielleicht möchtest du auch etwas Handcreme einpacken. Deine Freunde werden es dir danken, wenn sie den Zustand ihrer Haut sehen und spüren.

5.4. Handwärmer

Handwärmer können ein wahrer Segen sein, denn sie sorgen stundenlang für Wärme, selbst wenn die Handschuhe nass und kalt sind. Vergiss jedoch nicht, dass es immer noch keinen Weg gibt, den stechenden Schmerz beim Aufwärmen eiskalter Hände zu vermeiden.

5.5. Schutzbrille

Es ist wichtig, deine Augen vor Wind, Schnee und Blendung zu schützen. Achte darauf, dass die Brille mit deinem Helm kompatibel ist. Wenn du keine Schutzbrille besitzt, kannst du dir vielleicht eine von Freunden ausleihen. Wenn es nicht gerade schneit, ein Sturm weht oder Nebel und ungünstige Lichtverhältnisse herrschen, eignet sich auch eine Sonnenbrille gut.

5.6. Sonnenschutz

Ja, auch im Winter benötigt man Sonnenschutz. Kaufe den höchstmöglichen Faktor und vergiss nicht, die Creme auch aufzutragen. Wähle eine kleine Packung, die in deinen Rucksack passt, und denke beim Eincremen auch an deine Lippen.

5.7. Nutze, was du hast

Fehlt es deiner Ausrüstung an bestimmten Dingen, die man eigentlich für das Skibergsteigen empfiehlt? Dann nutze ganz einfach das, was du hast. Beim Skibergsteigen geht es darum, nach draußen zu kommen – nicht darum, mit einer perfekten Ausrüstung zu glänzen. Achte jedoch darauf, dass du mit den Dingen, die du hast, gut zurechtkommst. Kaufe das Beste, was du dir leisten kannst. Und wenn du nicht alles auf deiner Wunschliste abhaken kannst, dann betrachte deine weniger perfekten Startbedingungen eben als Teil der Herausforderung!

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