SIMON MESSNER

NATIONALITÄT: ITALIEN
GEBURTSDATUM: 08.11.1990
AKTIVITÄTEN: ALPINES BERGSTEIGEN

BIO


Simon ist in Meran und auf Juval aufgewachsen – einem Hügel am Eingang des Schnalstals in Südtirol. Schon als Kind bereiste er mit seiner Familie ferne Länder wie Indien, Nepal, die Mongolei, Pakistan, den Jemen, Algerien, Libyen, Uganda oder die Antarktis. Vielleicht waren es diese Erfahrungen, die in ihm die Leidenschaft für das Erkunden und Entdecken geweckt haben. Nach einem Ausflug in den Mikrokosmos der Molekularbiologie ist Simon jetzt wieder in seine Heimat, den Makrokosmos der Berge, zurückgekehrt.

Man darf Simon als Spätzünder bezeichnen. Das Klettern und den Alpinismus hat er erst mit 16 Jahren für sich entdeckt. Das ist vielleicht – so sagt er heute – auf seinen familiären Hintergrund zurückzuführen. „Die Berge waren immer sehr präsent in unserer Familie. Sie waren für uns Alltag und vielleicht zu normal, um interessant für mich zu sein“, erinnert er sich. Das änderte sich aber schlagartig, als er das Klettern und den Alpinismus für sich entdeckte. Bis heute hat er viele Fels- und Eisrouten erschlossen und Erstbegehungen im Oman, in Jordanien, in den Alpen und in seinen Hausbergen, den Dolomiten, absolviert. Der Stil, sprich die Art und Weise, wie die Route eröffnet wird, spielt für Simon eine ebenso große Rolle wie das Klettern selbst. Er verwendet in den Bergen möglichst wenig Ausrüstung. Darin liegt für ihn der Schlüssel zu einer erfolgreichen Tour. „Es geht nicht nur darum, wie viele Begehungen man macht oder wie lange man dafür braucht; was bleibt, ist die Erfahrung an sich. Und was könnte nachhaltiger sein als der Versuch, genau diese Erfahrung in den Bergen und ihr Potenzial für künftige Generationen zu erhalten?“

Ausgeübte Aktivitäten:
Simon betrachtet sich selbst eher als Nachzügler. Obwohl er aus einer Familie mit einer langen Bergsteigertradition stammt, hat er selbst erst im Alter von 16 Jahren mit dem Klettern begonnen. Als er die Berge jedoch für sich entdeckte, änderte sich alles für ihn. Er erschloss und erkletterte Fels- und Eisrouten im Oman, in Jordanien, den Alpen und seinen Heimatbergen, den Dolomiten. Der Stil sollte dabei für ihn eine ebenso große Rolle wie das Klettern selbst spielen: Simon verwendet in den Bergen möglichst wenig Ausrüstung.

Hobbys:
Zusammen mit seinem Vater widmet sich Simon dem Erzählen von Berggeschichten und zwar über das Medium Film, denn Bergsteigen hat auch eine kulturelle Dimension und deren Narrative ist gleichbedeutend wie die Tätigkeit selbst. Daneben ist Kaffee seine große Leidenschaft.

Lieblingsort:
Juval im Vinschgau. Danach kommen wahrscheinlich gleich die Dolomiten. Eigentlich geht es nicht um den Ort an sich, sondern um die Momente, die man dort erlebt hat.

Lieblingsbuch:
Weniger ein Buch, als vielmehr ein Thema: Alpine Geschichte im Allgemeinen mit all seinen Höhen und Tiefen. Sie ist gespickt von beeindruckenden Geschichten und Beschreibungen, dem Bergsteiger-Know-How, das von Generation zu Generation gewachsen ist. Was ein spezifisches Buch betrifft, so fällt die Wahl wohl auf „Selig, wer in Träumen stirbt“ von Robert Steiner, das dieser nach seinem Unfall in der Nordwand der Grandes Jorasses geschrieben hat.

Größte Angst:
Es klingt komisch, aber: Angst vor der Höhe.

PROJEKTE


  
2018 

Erstbegehung des „Hang-over“-Eisfalls in der Bletterbachschlucht mit Roland Marth, On Sight

Erstbegehung von „Dl´ Zübr Interrail“ am Heiligkreuzkofel mit Philipp Prünster, On Sight

Erstbegehung von „Welcome to the Jungle“, Sextner Dolomiten. Clean und On Sight

Erstbegehung von „Narrenfreiheit“, Sextner Dolomiten. On Sight, ein gesteckter Haken

2017  

Erstbegehung der Nordwand des Brunnenkogels mit Philipp Brugger

Erstbegehung der „Direktvariante links vom Mittelpfeiler“ am Heiligkreuzkofel. On Sight mit Berni Ertl

2016  

Erstbegehung von „Adieu Konnie“ an der Nordwand vom Geierkopf mit Dario Haselwarter

Erstbegehung von „Walk the Line“ an der Nordwand des Zwölferkogels, solo und On Sight

Sass Rigais, Erkundung zwei Routen und einer Variante durch das sogenannte „Kirchdach“ mit Philipp Prünster

Neue Route an der Nordwand des Agners (links der klassischen Iori-Route)

Erstbegehung der Nordwand des Lüsener Fernerkogels mit Philipp Brugger