FRANCOIS CAZZANELLI

NATIONALITÄT: ITALIEN
GEBURTSDATUM: 31.01.1990
AKTIVITÄTEN: ALPINES BERGSTEIGEN, SKIMOUNTAINEERING

BIO


Hast Du jemals beobachtet, wie ein Kind einen Berg zeichnet? Solltest Du die Gelegenheit haben, schau´aufmerksam zu. Es wird eine dreieckige, pyramidenartige und ganz schlichte Form malen. Mit anderen Worten: Das Kind malt das Matterhorn. François Cazzanelli, von seinen Freunden Franz genannt, ist in Cervinia im Valtournenche-Tal aufgewachsen. Direkt am Fuße eines Berges, der ein Symbol ist, ein Archetyp. Wenn man als neugieriges Kind in Cervinia aufwächst, ist man früher oder später versucht, nach da oben zu gehen und zu entdecken, wie ein Berg aus der Nähe aussieht. Besonders, wenn das Bergsteigen schon seit fünf Generationen in den Genen liegt: Die Namen Cazzanelli, von seinem Vater, und Maquignaz, von seiner Mutter, werden schon seit fast zwei Jahrhunderten mit dem Bergsteigen und dem Beruf des Bergführers in Verbindung gebracht.

Ausgeübte Aktivitäten:
Franz lebt das ganze Jahr über in den Bergen. Dort fühlt er sich frei und in seinem Element, wenn er das abwechslungsreiche alpine Gelände für seinen Sport nutzt. Sportklettern, Ski Mountaineering (er war auch Teil des italienischen Nationalteams) und Mixed-Routen – dafür schlägt sein Herz. Wenn Franz in den Bergen ist, fühlt er sich Zuhause und ist einfach dort, wo er hingehört. Ein Gefühl, das er mit sich trägt – auch fernab seiner Heimat. Bis heute hat er über zehn Expeditionen außerhalb Europas gemacht, von Patagonien bis hin zu den 8.000 Meter hohen Bergen des Himalayas, um die abgelegensten und unbekanntesten Gebirgsmassive von Sichuan zu erkunden. Am Ende sieht das Spiel immer gleich aus: Man spielt mit seinen eigenen Grenzen, auf jedem Gelände und in jeder Höhe. Und es ist ein Spiel, das sich lohnt.
Hobbys:
Franz ist Bergführer und Bergsteiger. Sein ganzes Leben dreht sich darum. Wenn er zu Hause ist, entspannt er sich gerne zusammen mit seiner Freundin oder verbringt mit seinen Freunden einen geselligen Abend.
Lieblingsort:
Es geht nicht darum, wo, sondern wann und wie: in den Bergen, wenn die Sonne aufgeht und die Gipfel in die Farben der Dämmerung getaucht sind.
Lieblingsbuch:
„Klettern für Freiheit“ von Bernadette McDonald. Eines der Bücher, die für ihn die Türen des Himalayas geöffnet haben.
Größte Angst:
Angst ist kein Feind, besonders in den Bergen. Wenn du die Angst bezwingst statt dich von ihr bezwingen zu lassen, ist sie es, die dich wieder nach Hause bringt.

PROJEKTE


2018 

Eröffnung der Route „Il sole di Mezzogiorno“ M5 - 6a 150 m. Valtournenche;

Eröffnung der Route „Burian“ WI5 M8 150 m. Cogne;

Eröffnung der Route „Burian“ WI5 M8 150 m. Cogne;

Lhotse, 8.816 m, ohne Sauerstoff;

Speed Crossing des Felskamms Grandes Murailles: 23 km 3.300 m in 10 Stunden und 59 Minuten mit Kilian Jornet Bourgada.

2017  

Eröffnung der Route „Livello inferiore“ WI 4 M? R 100 m. Valtournenche;

Eröffnung der Route „Nuovi Orizzonti“ WI 4+ M7 80 m. Valtournenche;

Überquerung non stop: Zermatt - Cervinia über die Nordseite des Matterhorns (Schmid M5 4+ 2.850 m);

Geschwindigkeitsrekord auf der Signalkuppe auf dem Punta Gnifetti, 4.554 m, im Monte Rosa-Massiv in 4 Stunden und 40 Minuten mit Andreas Steindl;

Verbindung von 8 Gipfeln über 4.000 Metern zwischen Zermatt und Saas Fee in 12 Stunden mit Andreas Steindl;

Erkundung des Minya Konka Sichuan-Massivs. Besteigung von 6 unberührten Gipfeln zwischen 5.000 und 6.600 Metern im Alpinstil, mit Emrik Favre und Francesco Ratti;

Öffnung (im Alpinstil) der neuen Route „Colpo Finale“ 600 m. WI 5 90° M an der Westwand des Mount Edgar mit Thomas Franchini and Matteo Faletti.

2016  

Hongku Chuli Nup, 6.730 m, dritte Besteigung des Berges vom südwestlichen Kamm 1.300 m. M4 90° im Alpinstil;

Versuch des Khimshung im Alpinstil, 6.700 m, Gipfel noch immer unberührt, im Langtang-Tal. 100 Meter vom Gipfel entfernt verletzt er sich schwer durch einen heruntergefallenen Stein und das Unterfangen wird abgebrochen.

2015  

Langtang-Rettungsaktion. Hilfsaktion im Langtang-Tal in Nepal während des schrecklichen Erdbebens, das Nepal im Frühling 2015 traf;

Erste Wiederholung der Route „Innocenzo Menabreaz“ 220 m 6a obligatorisch, 6a+ maximal mit Marco Farina und Nicolò Bongiorno.

2014  

Öffnung der Route „La Cicci“ 230 m 7a+ max 6b+ ob., Punkt Alexis, Mont Blanc, mit Marco Farina und Marco Bernardi;

Wiederholung der Route „Gogna - Cerruti“ (zehnte Besteigung insgesamt, erste durch Italiener), mit Marco Majori und Marco Farina.